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Bericht von der Radtour

ÖDP-Bundesvorsitzender Sebastian Frankenberger besucht auf seiner Bayerntour den Wahlkreis Nürnberger Land

Das Foto zeigt Sebastian Frankenberger, Carsten Schmotz und Walter Stadelmann nach der Unterzeichnung des Ehrenkodex.

Der Vorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) tourt derzeit durch Bayern. Dabei besucht er jeden Wahlkreis, um die dortigen Kreisverbände im Landtagswahlkampf zu unterstützen. Am 10.08.2013 kam er dabei in den Kreis Nürnberger Land und startete die Tour im Kreis an der Regierungsbezirks- und Landkreisgrenze bei Schleifmühle. Der Kreisvorsitzende Walter Stadelmann begrüßte Sebastian Frankenberger und seine Mitfahrer im Nürnberger Land und dann ging es mit dem Rädern nach Altdorf. Die Energiegenossenschaft Fürstenschlag war das erste Ziel. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft, H. Maron, erklärte Frankenberger und den Begleitern die Geschichte und die Funktionsweise des Energiekraftwerks. Bereits seit Anfang der 70er Jahre besteht diese Genossenschaft. Die Anlagen wurden zwischenzeitlich auf einen Mischbetrieb zwischen Hackschnitzelvergasung und Ölverbrennung umgestellt. Die Hackschnitzelvergasung übernimmt dabei den Löwenanteil der Strom- und Wärmeversorgung und stand im Mittelpunkt des Interesse der Zuhörer, unter denen auch einige Ingenieure waren. Sebastian Frankenberger würdigte das Engagement der Genossenschaft, die sich durch ihre Tatkraft schon früh von den großen Energieversorgern unabhängig machen konnte. Abschließend nahm Frankenberger noch die Wünsche des Vorstands der Genossenschaft an die Politik entgegen. Sebastian Frankenberger sammelt auf seiner Fahrt durch Bayern die Wünsche der Bürger ein, um sie im Falle eines Wahlerfolgs im Bayerischen Landtag angehen zu können.

Die Fahrt zur nächsten Station, einem Infostand der ÖDP am Freibad in Altdorf, war schnell erledigt. Dort hatte das ÖDP-Wahlmobil einige Bürger angelockt, die zunächst die Präsentation der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon erlebten. Diese stellten den Anwesenden ihre Initiative zur Verhinderung eines LKW-Großparkplatz an der Autobahn 6 nähe Moosbach vor. Hier soll ein gigantischer Parkplatz im Reichswald aus dem Boden gestampft werden, für den der Reichswald und unberührte Natur geopfert werden würde, so der Sprecher der Initiative. Frankenberger sowie die Direktkandidaten für den Landtag,Carsten Schmotz, und für den Bezirkstag Walter Stadelmann bekundeten Ihre Ablehnung über das Großprojekt. "Mündige Bürger, die für ihre Ziele einstehen, haben ein Recht darauf in die politischen Entscheidungen frühzeitig eingebunden zu werden", so Frankenberger. Nur mit einer vollständigen Transparenz der politischen Vorgänge lässt sich das Vertrauen der Bürger in die Politik zurückgewinnen. Genau diese Transparenz, welche die ÖDP in Ihrem Grundsatzprogramm hat, muss in die Landes- und Bundespolitik Einzug finden, soCarsten Schmotz. Abschließend nahm Sebastian Frankenberger die Wünsche der Bürger auf und versprach sich um diese zu kümmern.

Während der Mittagspause zeigte der Kreisvorsitzende Walter Stadelmann dem Gast Teile der Altdorfer Altstadt, soweit dies angesichts des Kirchweihbetriebs und der Vorbereitungen zum Radrennen am Nachmittag möglich war. Nach der Mittagspause hieß es, jetzt erstmal kräftig in die Pedale zu treten, da der Anstieg über Oberrieden auf die Höhen der Fränkischen Alb führte. Hier zeigte sich, dass Sebastian Frankenberger durch seine bereits zwei Monate dauernde Wahlkampftour gegenüber den Mitstreitern einen entscheidenden Vorteil hatte. Als Erster erreichte er den Sonnenhof auf der Höhe, bei dem eine kleine Verschnaufpause anstand. Anschließend ging es in schneller Fahrt abwärts nach Offenhausen, wo bereits der nächste Termin folgte.

Herr Dorn als Vorstand der Bürgerenergiewerke Offenhausen stellte im Sitzungssaal des Rathauses den Besuchern in einem Vortrag die Erfolge und Ziele der Energiegenossenschaft vor. Offenhausen ist einer der wenigen Orte im Landkreis, der energietechnisch von den Großversorgern weitgehend autark ist. Diese Leistung ist nur durch das Miteinander von Bürgern und Gemeinderat möglich geworden, so Dorn. So baut die Genossenschaft auf der Höhe des Juras derzeit vier Windkraftanlagen. Die zwei Biogasanlagen sollen künftig an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden, und auch die Photovoltaik liefert ihren Beitrag zu Energiewende im Hammerbachtal. Von den Überschüssen der Genossenschaft werden soziale Projekte gefördert und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Der Leitspruch der Offenhausener „gemeinsam – regional – regenerativ“ treffe genauso auf die Ziele der ÖDP zu, sagte Sebastian Frankenberger bei seinem Dank am Schluss. Und der beeindruckte Kreisvorsitzende Walter Stadelmann übergab ein kleines Dankeschön an den Referenten.

Weiter ging die Fahrt über Engelthal, Henfenfeld bis nach Lauf. Auf dieser letzten Etappe übernahm Landtagskandidat Carsten Schmotzdie Führung und erklärte den Gästen so manche Sehenswürdigkeit. Auf diesem Abschnitt stießen noch weitere Interessierte und ÖDP-Mitglieder zu dem Fahrrad-Tross, bevor Lauf erreicht wurde. Dort angekommen war die Zieleinfahrt auf dem Marktplatz das würdige Finale dieser Tagesetappe. Die Begleiter von Frankenberger waren in der Zwischenzeit fleißig gewesen und hatten einen Infostand mit einem Zieltorbogen aufgebaut. Nur mäßig erschöpft und sehr beeindruckt war Frankenberger, der sich mit den beiden Direktkandidaten Carsten Schmotz und Walter Stadelmann waren den Bürgerfragen und Anliegen stellte.

Als Höhepunkt des Tages fand abends im Gasthof Herzog in Lauf-Heuchling ein Vortrag von Sebastian Frankenberger zum Thema "Wer regiert uns wirklich?" statt. Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Walter Stadelmann begann Frankenberger seinen Vortrag. Anstatt aber mit einem bestimmten Thema zu beginnen, fragte er, was die Anliegen und Probleme der anwesenden Bürger seien. Aus den genannten Themen baute Frankenberger seinen Vortrag auf. Dieser erstreckte sich von der mangelnden Transparenz in der Politik über die Schul- und Bildungspolitik bis zu seinem Lieblingsthema der Energiewende. Damit begann eineinhalbstündiges Gespräch mit den Bürgern, der sämtliche Bereiche des Grundsatzprogramms der ÖDP streifte. Frankenberger begeisterte mit seiner Art des Vortragens und seinem großen Fachwissen. Er zeigte mit einfachen Beispielen die Problematik auf und möglichen Abhilfen auf. Dabei kam immer wieder sein Credo, "Mensch und Natur" vor der Wirtschaft. Nur mit einem radikalen Umdenken können wir unseren Planet erhalten und unseren Nachfahren eine Lebensgrundlage erhalten, so Frankenberger. Zum Abschluss unterzeichneten die DirektkandidatenCarsten Schmotzund Walter Stadelmann den Ehrenkodex: Die ÖDP ist die einzigste Partei, die keine Konzernspenden und Sponsorengeschenke annimmt. Abschließend bedankten sich Walter Stadelmann undCarsten Schmotzbei Sebastian Frankenberger für seinen Besuch. Es war ein gelungener Tag, soCarsten Schmotz. Das nächste Ziel Frankenbergers ist der Landkreis Erlangen-Höchstadt, der am Montag erradelt wird. Dabei wünschen wir Ihm viel Erfolg.

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