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Was wir jetzt brauchen: Besonnenheit, Rücksicht, Solidarität und Kreativität

Eine in dieser Art und Zeit bisher völlig neue Situation krempelt die Welt um und verlangt auch von uns Reaktionen, die entscheiden werden, wohin unsere Gesellschaft steuert. Was wir jetzt brauchen ist Besonnenheit, Rücksicht, Solidarität und Kreativität.

1. Wir brauchen Besonnenheit, um weder in einen Fatalismus zu verfallen (Es ist ja eh schon zu spät, wir können nichts gegen die Ausbreitung von Corona machen) noch das Gegenteil, nämlich die Verbreitung von Verschwörungstheorien vor allem über das Internet, die mit Panikkäufen weitergeht und im ungünstigsten Fall den Stellen Schutzkittel und Desinfektionsmittel vorenthält, die es am Dringendsten brauchen, nämlich Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen.

2. Wir brauchen – damit eng verbunden – mehr Rücksicht auf die wirklichen Prioritäten. Das drückt sich auch in unserem Sozialverhalten aus. Einerseits körperliche Distanz zu wahren, aber andererseits in Kontakt zu bleiben, dürfte für eine moderne Gesellschaft doch kein Problem sein!

Aber wer kann außer über das Telefon mit seinen Senioren kommunizieren, wenn es noch kein Skype im Pflegeheim gibt und die Mitarbeiter dort um die grundlegende Versorgung zu kämpfen haben? Sollte das die Gelegenheit sein, wieder einmal zum guten alten Brief zu greifen?

3. Sollte der Virus noch weiter um sich greifen und größere Bereiche isoliert oder unter Quarantäne gestellt werden, brauchen wir vor allem Solidarität. Da geht es dann um ganz praktische Hilfen wie Einkaufen für Nachbarn oder Verwandte, die dann nicht mehr aus dem Haus dürfen. Vielleicht auch arbeitsfeldübergreifend vor allem für die Menschen, die sich um andere kümmern oder unsere tägliche Versorgung mit dem Lebensnotwendigen aufrechterhalten. Da wird es dann nicht nur betriebsintern darum gehen, ob die eine Abteilung der anderen helfen kann.

4. Und zum Schluss brauchen wir Kreativität, eine Gabe, die in Deutschland durchaus vorhanden ist, aber viel zu oft von Bürokratie erstickt wird. Wir brauchen nicht nur Kreativität, wie wir vielleicht gelangweilte Kinder zuhause beschäftigen oder das Nach-Lernen in der Familie gestalten.

Denn hier haben manche Kinder deutlich schlechtere Chancen, deren Eltern aus welchen Gründen auch immer den Hort mit der Hausaufgaben-Betreuung nicht ersetzen können. Wir brauchen Kreativität, wie man unterbrochene Lehrgänge und Qualifikationen ordentlich zu Ende führt, ohne dass die Qualität zu sehr darunter leidet und andererseits der Abschluss nicht zu sehr verzögert wird.

Vielleicht gibt es bald weitere Möglichkeiten, derzeit freigestellte Arbeitskräfte in der Gastronomie, dem Reisegewerbe, dem Kunst- und Kulturbetrieb dort einzusetzen, wo es derzeit absolut notwendig ist und ihnen gleichzeitig die fehlende Einnahmequelle zu verschaffen. Dazu brauchen wir vor allem auch Flexibilität in der Politik, weil wir nur so die Krise gemeinsam meistern können.


Besonnenheit, Rücksicht, Solidarität und Kreativität bewegt viele Menschen seit Gründung der ÖDP und sind einer der Bausteine für nachhaltige, enkeltaugliche Gesellschaft mit Zukunft.

Mich hat vor Jahren das Buch „Minimum“ von Frank Schirrmacher ermutigt, den Weg einer solidarischen Gesellschaft weiterzugehen, die stark dem Gemeinwohlprinzip der ÖDP entspricht:

In Krisensituationen überleben nicht die scheinbar starken Einzelkämpfer und Egoisten, weil die sich oft selbst überschätzen. In Krisen überleben Gemeinschaften, die grade die Schwächsten im Blick haben und alle mitnehmen, weil alle dazu gehören. Walter Stadelmann


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