Leserbrief zum Thema Windkraft

„Mindestabstand von 1 500 Metern zu Wohnhäusern“? Diese „zentrale Forderung“, schließt in unserer kleinräumig besiedelten Landschaft faktisch Windenergie aus. Topografie, Bewaldung und Himmelsrichtung erlauben weit geringere Abstände. So steht z.B. ein Windrad etwa 800 Meter südlich von Kucha-Oberndorf, ohne dass es dort überhaupt wahrgenommen wird. Von Einwohner-Protesten wurde nichts bekannt.
„Gemeinden unter dem Druck der Politik“? In einer Demokratie bestimmen die Bürger die Politik – in den Gemeinden (das sind die Bürger) unter dem verfassungsmäßigen Schutz der Gemeindefreiheit. Wer die „freie Entscheidung der Gemeinden“ sucht, sollte Bürgerentscheide herbeiführen. Dabei muss natürlich die Betroffenheit eingemeindeter Ortsteile berücksichtigt werden - bei der Standortwahl wie bei der Verteilung der Erträge. Direktdemokratische Entscheidungen versachlichen und befrieden, sie können auch hier die „Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen“. Wer sie nicht anstrebt, setzt sich dem
Verdacht aus, dass er bewahren will, was die bayerische Energiepolitik kennzeichnet:
Höchstes Windenergiepotenzial, aber geringster Ertrag unter allen  Bundesländern.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Kuhn


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