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Macht Müllsammeln glücklich?

Tausende von Ploggern weltweit (mich eingeschlossen) können das bestätigen

Während des Joggens Müll sammeln- Ein Trend aus Schweden, Plogging genannt, findet immer mehr Anhänger, auch in Altdorf und Umgebung.

Beispielsweise sind mein Mann und ich begeisterte Plogger. Wir nutzen die gemächlichere fränkische Variante “Bloggin“. Mit unserem Hund „Benno“ müssen wir sowieso bei jedem Wetter raus und wir begeben uns immer wieder mal beim Gassi gehen auf die Pirsch- An der frischen Luft sein, miteinander ratschen und nebenbei den Müll aufsammeln, der auf und am Wald- und Wegesrand liegt. Ein Stunde – ein voller Müllsack. Das war die Ausbeute eines Sonntagsspaziergangs.

Sicherlich hat das mit den vielen Wanderern zu tun, die derzeit bei schönem Wetter rund um Altdorf unterwegs sind.

Oft ist es eine Sisyphusarbeit, aber das Wissen, dass genau diese eingesammelte Zigarettenkippe nicht mehr 60 l Grundwasser vergiftet, oder sich der eingesammelte Plastikmüll nicht irgendwann als Mikroplastik in Gewässern findet, macht das gute und befriedigende Gefühl für mich beim „Bloggin“ aus.

Probiert es einfach einmal aus. Was braucht man dazu: eine Plastiktüte und Arbeits- oder Einmalhandschuhe. Das reicht schon um loszulegen. Und wer seine Aktivitäten professionalisieren will, dem empfehlen wir, einen Abfallgreifer zu erwerben. Die Dinger sind super, man muss sich nicht bücken, den Zivilisationsmüll nicht anfassen und sie sind nicht teuer.

Also, macht Euch auf und werdet glücklich und seid versichert, Ihr werdet erfolgreich sein. Sicherlich gibt es noch viel mehr unbekannte „Blogger“. Erst kürzlich war im „Boten“ von einem weiteren Ehepaar aus Altdorf zu lesen, dass so wie wir, spazierengehend Müll sammelt und so etwas für die Umwelt tut.

Claudia Kippenberg