Ein Merhaba an unsere Mitbürger

Die Türkische Gemeinde in Röthenbach hat ein Drohschreiben erhalten, das am Donnerstag der Moschee zugestellt wurde. Ich bin als Baby Anfang der 60-er nach Röthenbach gekommen, da aufgewachsen und zur Schule gegangen. Es ärgert mich maßlos, dass solch unsäglicher fremdenfeindlicher Unsinn nun auch mein kleines Städtchen erreicht hat.

Muslimische Mitbürger, oder eben Menschen anderer Nationalitäten, haben in Röthenbach für meine Begriffe immer zum Leben gehört. Da waren Gastarbeiter verschiedenster Nationalitäten, die mein Vater als Meister schon in den 60-ern in der Arbeit begleitet und angeleitet hat. Da waren auch türkische Schüler im Gymnasium, für die man in der Schulkantine dann auch Essen angeboten hat, das den Geboten ihres Glaubens nicht widersprach. Unzählige Döner, Unmengen an Gemüse, das wir „beim Türken“ kauften, der Lieblingskäse meines Mannes stammt aus der Türkei. Muslime oder auch andere Mitbürger mit welchem Migrationshintergrund auch immer, sie sind nicht fremd. Sie gehören dazu und sind ein Teil der Gemeinschaft, wie jeder andere auch. So bin ich erzogen, und so lebe ich. Schon immer.

Die einzigen, die sich der Gemeinschaft entziehen – ohne sich dessen selbst bewusst zu sein – sind die Verfasser solcher Drohbriefe. Menschen, die nicht einsehen wollen, dass Muslime inzwischen langjährige und gute Nachbarn sind. Fremdenfeindliche Menschen sind die eigentlichen Fremden. Machen wir ihnen deutlich, dass was sie denken und was sie da tun nicht deutsch ist.

Kommen Sie zur Demonstration am Mittwoch um 16.30 Uhr vor der Röthenbacher Moschee, die ca. 17h zum Röthenbacher Rathaus weiterzieht dun die Solidarität mit den Mitbürgern ausdrückt!

Ulli Wagner, Beisitzerin des ÖDP Kreisvorstandes, Röthenbach


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