Bäume statt Böller

Der Trockensommer 2018 und der fehlende Regen, sowie sinkende Grundwasserstände haben den mitteleuropäischen Wald in einem nie dagewesenen Ausmaß geschädigt. Dazu kommen seit Jahren der Borkenkäfer, der die Nadelbäume befällt, und der Eichenschwammspinner.

Wenn die Wälder als grüne Lunge schrumpfen und absterben, sind nicht nur viele Naherholungs-gebiete bedroht. Es geht um einen Lebensraum wichtiger Tier- und Pflanzenarten genauso, wie um einen Teil unserer Baustoffe. Dem müssen wir dringend gegensteuern! Denn dieser Teil unserer Natur und Kulturlandschaft war schon immer ein Generationsvertrag: Was wir nicht an Wald wieder aufbauen, das wird unseren Nachkommen fehlen.


100.000 € für Bäume im Nürnberger Land ?

Etwa 51 % der Bayern sind für ein Böllerverbot. Das hat eine Umfrage des bayerischen Rundfunks gezeigt. Und statistisch gesehen gibt jeder Bürger im Nürnberger Land 1,50 € pro Kopf für Böller aus. Würde dieses Geld der Böllergegner stattdessen in die Anpflanzung von Bäumen fließen, hätten wir allein im Landkreis mehr als 100.000 € zur Verfügung.


Verschiedene Ideen sind gefragt

Für das Baumpflanzen und den Schutz der Sprösslinge sind verschiedene Ideen gefragt, um den Wiederaufbau des Waldes zu sichern. Eine der großen Herausforderungen wird die Sicherung der Wasserzufuhr bei sinkenden Grundwasserspiegeln sein. Damit sind wir unmittelbar beim Thema Wassersparen, wo jeder Bürger seinen Beitrag dazu leisten kann.

Gartenbesitzer können heimische Hecken statt Zäune anpflanzen und so neuen Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Lebewesen schaffen. Auch die Kommunen sind gefragt, ihre öffentlichen Flächen so zu gestalten, dass mehr Biodiversität erhalten wird. Und privaten Häuslesbauern könnte schon heute mit Blick auf § 7 der bayerischen Bauordnung der betonierte Vorgarten verboten werden. Denn wer Versiegelung baut, fördert Hochwasser und letzten Endes Steinwüste.

Deshalb ruft der ÖDP-Kreisverband alle Bürger im Nürnberger Land dazu auf, gemeinsam zu prüfen, wo und wie Wald erhalten und wieder aufgebaut werden kann. Vielleicht sind dann dieses Jahr Baumpatenschaften statt Blühwiesen ein Beispiel für persönliches Engagement. Und die Waldbesitzer können zusätzlich unterstützt werden durch die verstärkte Verwendung von Bauholz statt Beton. Das nützt nicht nur ihnen, sondenr auch unserer CO2-Bilanz.


Tote Äste an Laubbäumen, Foto: W. Stadelmann


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