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Neues Gymnasium als Holz-Verbund-Bau?


ÖDP beantragt Prüfung innovativer Bauweise für Röthenbach
Kreisrat Walter Stadelmann hat für den ÖDP-Kreisverband einen Antrag bei Landrat Kroder eingereicht. Die Verwaltung soll prüfen, ob der geplante Neubau des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach an der Pegnitz auch als innovativer Holz-Verbund-Bau möglich ist. Im Antrag wird das Anliegen ausführlich begründet und mit aktuellen Beispielen belegt. Stadelmann stützt sich dabei auch auf Äußerungen des Forstamtsleiter Dr. Taeger zur ökologischen Bedeutung und Notwendigkeit der Fördeurng des Holzbaues allgemein. Schließlich zeigt sich die Schulleitung offen für diese Anliegen und ein ehemaliger Schüler findet das eine hervorragende Idee.

Ausführliche Begründung zum Holzbau

Holz ist in Mitteleuropa jahrtausendelang der erste und einzige Baustoff für Wohnhäuser gewesen, bis im Mittelalter Steinbau aufkam, begründet Kreisrat Stadelmann den ersten Punkt und kann hier auch seine Erfahrungen als Hobbyarchäologe einbringen. Dass der Holzbau wieder im Kommen ist, hat mehrere gute Gründe. Der Gewichtigste für heute ist, dass Holz langfristig CO2 bindet und damit die Ökobilanz gegenüber reinen Stahlbetonbauten deutlich verbessert. Auch in der Optik der Fassaden und Oberflächen bestehen ganz andere Möglichkeiten, ein warmes Raumklima zu gestalten. Erste Beispiele für Schulen zeigen, dass der Holz-Beton-Fertigbau heute ganz neue Möglichkeiten hinsichtlich einer kürzeren Bauzeit bietet. Darüberhinaus wird damit die heimische Forstwirtschaft unterstützt, die derzeit massiv belastet ist durch die Klimaüberhitzung und den Borkenkäferbefall und unter dem Preisverfall für ihren Wertstoff leidet. Das hat Forstamtsleiter Dr. Taeger in seiner Antwort auf die Anfrage der ÖDP deutlich gemacht. Schließlich bietet Holz auch beim Recycling im Sinne einer notwendigen Kreislaufwirtschaft mehr Möglichkeiten der Reststoffverwertung wie reiner Stahlbeton.


Positive Rückmeldungen helfen dem Vorhaben
Eine begeisterte Rückmeldung konnte Kreisrat Stadelmann mit Hilfe des Röthenbacher ÖDP-Mitgliedes Kevin Banea schon sammeln. Seine ehemaliger Schulfreund Leon Loibl studiert Forstwirtschaft und wohnt selbst in einem Holzhaus und schreibt: „Was für eine großartige Vorstellung, ich hätte meine Schulzeit in einem modernen Holzgebäude verbringen können!“
Deshalb freut sich die ÖDP auf weitere Rückmeldungen zu diesem Thema und hofft, dass die Prüfung auch im wirtschaftlichen Sinne erfolgreicht wird und wir vielleicht in ein paar Jahren einen innovativer HolzVerbund-Bau als neue Heimat für das Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach einweihen können.

Sorge um Gesundheit und Pflege: Die Ausschussgemeinschaft im Kreistag hat Fragen

So unterschiedlich die Akteure und politischen Gruppierungen der Ausschussgemeinschaft des Kreistags auch sind, so haben sie doch ein gemeinsames Thema, nämlich die Gesundheitsversorgung.

Kreisrätin Evelyn Schötz von der Linken meint: „Corona hin und oder her, die Fragen, die bereits Ende 2019 offen waren, sind es leider nach wie vor. Die Corona-Krise wirkt nun wie ein Brennglas und verstärkt die bereits bekannten Defizite weiter.“

Auch Angelika Pflaum von der Bunten Liste sieht großen Informations- und Handlungsbedarf: „Vor allem, wenn es um die Gesundheitsversorgung im östlichen Landkreis geht, hat sich leider noch nichts getan. Mittlerweile sind Fachärzte abgewandert, und der ursprüngliche Plan eines neues Ärztehauses in Hersbruck wurde durch ein Geschäftshaus ersetzt. Weitere Pläne oder Konzepte sind nach wie vor nicht in Aussicht.“

„In diesem Zusammenhang ist es auch nicht zufriedenstellend, dass der neu formierte Ausschuss für Gesundheit und Soziales erst jetzt im September zu seiner ersten Sitzung zusammenkommt“, sagt Walter Stadelmann (ÖDP), der sich für die Gründung des Ausschusses in der jetzigen Form stark gemacht hat.

Auch vom Steuerungsgremium der „Gesundheitsregion +“ , dem Gesundheitsforum, hat man lange nichts vernommen. „Uns interessiert vor allem, mit welchen Themen sich das Gesundheitsforum bisher befasst hat, welche Themen noch auf der Agenda stehen und wie der aktuelle Sachstand ist“, so Kreisrat Alexander von Hoffmann (FDP). „Der demografische Wandel im Landkreis geht stetig voran, die jetzigen Konzepte zur Gesundheitsversorgung und auch zur Sicherstellung flächendeckender Angebote im Bereich der pflegerischen Versorgung müssen auf den Prüfstand und schnell den aktuellen und zukünftigen Begebenheiten angepasst werden. Gerade wegen und nicht trotz Corona“, fordert Kristine Lütke (FDP).

Aus diesem Grund hat die Ausschussgemeinschaft gemeinsam eine entsprechende Anfrage vorbereitet und diese eingebracht. „Nun hoffen wir alle bald auf schlüssige Antworten und Konzepte“, verbleibt Angelika Pflaum.

ÖDP beantragt einen eigenen Ausschuss für Gesundheit und Pflege

ÖDP-Kreisrat Walter Stadelman hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit einen wichtigen Antrag eingebracht, der bei der konstituierenden Sitzung am 4. Mai im Kreistag behandelt wurde. Nicht erst seit der Corona-Krise ist das Thema Gesundheit ein wichtiges, zukunftsweisendes und entscheidendes für unseren Landkreis. "Bereits die Vorstellung des Gutachtens der Firma Peritnos im Dezember 2019 in Leinburg hat mir gezeigt, dass uns eine Reihe von Aufgaben für eine zukunftsfähige Entwicklung des Landkreises bei der Krankenhausversorgung und Pflege,
Versorgung mit Hausärzten usw. mit auf den Weg gegeben wurden," so Walter Stadelmann in der Begründung.

Die Corona-Krise hat noch einmal verschärft aufgezeigt, wo Schwachpunkte unserer Gesundheitsversorgung bei einer Pandemie liegen. Dazu kommen der anstehende demografische Wandel, der Fachkräftemangel, der Ausbau ambulanter Strukturen im Hospiz- und Palliativbereich und ganz neu die gesundheitliche Versorgungsplanung nach §132g SGB V.
Diese Themen in ihrer Gesamtheit sind es Kreisrat Stadelmann wert, dafür einen eigenen Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Kreistag einzurichten zu lassen. Es sei zwar nicht ganz
kostenneutral, aber zukunfsweisend und würde die bisherigen Arbeitsgruppe
Gesundheitsregion PLUS ersetzen und in einem neu zu definierenden Auftrag erweitern.
Leider hat sich die Mehrheit des Kreistages mit diesem Vorschlag nicht anfreunden können.

Die Fraktion der Grünen hatte die Bedeutung des Themas ebenfalls erkannt und eine allerdings nicht ganz so weit gehende Änderung beantragt: Das Thema Gesundheit soll nun in den Sozialausschuss mit aufgenommen werden. Dieser Antrag fand dann eine Mehrheit, nicht zuletzt weil die Grünen im Nürnberger zusammen mit der CSU und den Freien Wählern eine Art "Regierungskoalition" bilden und gemeinsam eine deutliche Mehrheit der Sitze haben.

Ob die anstehenden Aufgaben in dieser Konstellation gelöst werden können, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall werden Walter Stadelmann und Angelika Pflaum von der Bunten Liste, die als einzige für den ÖDP-Vorschlag gestimmt hatten, den Fortgang des Themas weiter beobachten.