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Lockdown für die Rüstung

Ostermarsch 2021 in Nürnberg mit ÖDP-Beteiligung

Nachdem letztes Jahr der Ostermarsch pandemiebedingt komplett abgesagt werden musste, fanden sich heuer trotz strenger Hygieneauflagen und nass-stürmischen Winterwetters wieder ein paar hundert Menschen, die auf die verheerenden Folgen von steigenden Militärausgaben aufmerksam machen wollten: 2% des Bruttoinlandsprodukts fürs Militär auszugeben steigert nicht nur die weltweite Kriegsgefahr, sondern entzieht das Geld den wichtigen Bereichen wie Klimaschutz, Sozialer Wohnungsbau, Bildung, industrieller Wandel, ...

Der mittelfränkische ÖDP-Vorsitzende Walter Stadelmann mit Ehefrau Franziska, der ehemalige Vorsitzende der Nürnberger ÖDP Franz Stryz und die ÖDP-Stadträtin Inga Hager trafen sich um 14:00 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz zur Kundgebung. Hier wies u. a. Hans-Günther Schramm vom Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden (NEFF) darauf hin, dass weltweiter Frieden nur mit 100% Erneuerbarer Energie möglich sei. Deutschland habe zwar einen Ausstiegsbeschluss aus der Atomkraft und Ende nächsten Jahres werden die letzten drei AKW hierzulande vom Netz gehen. Weltweit aber erheben sich gerade wieder vermehrt Stimmen aus der Industrie, die glauben machen wollen, dass eine neue Generation von kleinen, modernen und angeblich sicheren Atomkraftwerken gegen die Klimaerwärmung notwendig sei. In diese Technik und ebenso in die Forschung zu Kernfusion wird enorm viel Geld (viele Milliarden Euro) investiert. Vor allem junge Menschen seien für diese Ideen empfänglich. Da war es wohltuend, auf dem Podium der Abschlusskundgebung am Kornmarkt Sophie Kipfmüller von der evangelischen Jugend zu hören, die die Werbung der Bundeswehr an Schulen anprangerte und auch die Vertreter*innen ihrer Generation für Friedensthemen sensibilisierte.Inga Hager, ÖDP-Stadträtin Nürnberg